Verstopfung bei Frauen

Verstopfung – Wie wir unsere Mitte stärken können

Verstopfung bei Frauen: In den westlichen Industrieländern zählt die chronische Verstopfung mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. In Deutschland leiden ca. 15 Millionen Erwachsene an Obstipation, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Aber warum ist das so?

Weibliche und männliche Verdauung – die Unterschiede

Die Aufgaben der Verdauung ist bei beiden Geschlechtern gleich: Nämlich die aufgenommene Nahrung in verwertbare Einzelteile aufzuspalten, aufzunehmen und ans Blut weiterzugeben. Was sich nicht verwerten lässt, wird mit dem Kot ausgeschieden. Und doch gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied: Der Dickdarm ist bei den meisten Frauen etwas länger als bei den Männern. Das ist an sich zwar noch kein Grund für Verdauungsbeschwerden, aber unter bestimmten Umständen können hierdurch Beschwerden begünstigt werden: Wenn Blähungen entstehen oder der Darm viel Nahrung transportieren muss, kann sich der Dickdarm nicht so ausdehnen wie beim Mann, da durch den längeren Darmabschnitt weniger Raum im Bauch vorhanden ist. Schmerzen sind die Folge.

Ein weiterer entscheidender Faktor für die weibliche Verdauung ist das Hormonsystem: Blähungen, Blähbauch und Verstopfung können auch durch Hormonschwankungen entstehen. Die größten Veränderungen in der Hormonzusammensetzung des Blutes, erleben Frauen während der Periode und der Wechseljahre:

Prostaglandine

Prostaglandine sind Gewebshormone, die unter anderem dazu beitragen, dass sich die glatte Muskulatur der Gebärmutter zusammenzieht, um die nicht mehr benötigte Schleimhaut abzustoßen. Über das Blut werden sie an ihren Wirkort transportiert – doch leider nicht nur dorthin: Auch die glatten Muskeln des Verdauungstraktes können durch die Prostaglandine angeregt werden. Betroffene Frauen haben dann durch die Hormone mit Bauchkrämpfen oder auch Durchfall zu kämpfen.

Progesteron

Die Produktion des sogenannten Gelbkörperhormons steigt in der zweiten Zyklushälfte an, weil die Gebärmutterschleimhaut abgebaut wird, wenn es zu keiner Befruchtung der Eizelle gekommen ist. Durch seine muskelentspannende Wirkung reduziert es allerdings auch die Bewegungen im Magen-Darm-Trakt: Die Verdauung wird träge, der Speisebrei muss langsamer verwertet werden und die Gasbildung steigt an.

Was können wir tun, um unsere Mitte zu stärken?

Leinsamen

Leinsamen werden bereits seit Jahrzehnten als natürliches Abführmittel genutzt. Sie befreien ohne schädliche Nebenwirkungen den Körper vor Verstopfungen. Vor allem der Verzehr vom Leinöl hat eine starke abführende Wirkung. Sie können auch täglich 2 EL Leinsamen mit einem Glas Wasser trinken.
Leinsamen gehören zur besten Quelle der Lignane. Lignane helfen den weiblichen Hormonhaushalt auszubalancieren, die Fruchtbarkeit zu steigern und Wechseljahrsbeschwerden effektiv zu lindern.

Leberpflege

Eine gute Verdauung steht und fällt mit der Leber, also kommen wir nicht darum herum, uns hin und wieder der Leber zu widmen, sei es durch einen Leberwickel oder auch durch tägliche Bitterstoffe, wie Artischockenblätter, Echter Engelwurz, Löwenzahn, Enzianwurzel, Kamille, Schafgarbe oder auch Wermut.

Ernährung

Pflanzliche Fette: Wie Omega-3-Fettsäuren, die in Leinöl, Olivenöl und Hanföl enthalten sind.
Gemüse: Brokkoli, Spinat, Karotten, Süßkartoffeln, Mangold, Rosenkohl, usw.
Hülsenfrüchte: Bohnen, Erbsen, Linsen.
Borretschöl, Nachtkerzenöl und Schwarzes Johannisbeeren Kernöl helfen, die Prostaglandine bei einigen Frauen zu verringern.

„Date mit dem Darm“

Nehmen Sie sich Zeit auf Toilette zu gehen, machen Sie das nie zwischen Tür und Angel, verkneifen Sie es sich auch nicht! Die Zeit für den Dickdarm ist zwischen 5 und 7 Uhr, was machen Sie in dieser Zeit und was macht Ihr Darm?

Konfliktlösung

Das übergeordnete Thema des Darms sind Selbstwert und Selbstvertrauen: „Ich bin es wert, geliebt, geehrt und gewürdigt zu werden.“ Diese Wertschätzung geht immer zuerst von einem selbst aus. Können Sie sich selbst ehren und das was Sie tun? Oder ist es nie genug?

Wenn Sie noch mehr für Ihren Darm tun möchten oder sich näher damit beschäftigen wollen, was für SIE sinnvoll ist, sprechen Sie mich an. Ich nehme mir gerne Zeit für Sie!

By | 2018-04-25T00:41:49+00:00 März 11th, 2018|Allgemein|0 Comments

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